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Wie bleiben wir trotz künstlicher Intelligenz schlau?

Beim vierten CampusWISSEN drehte sich alles um unser Gehirn, künstliche Intelligenz und die Frage, was menschliches Denken auch in Zukunft besonders macht. Rund 100 Gäste erlebten mit Neurowissenschaftler Dr. Henning Beck einen Abend voller Denkexperimente, überraschender Erkenntnisse und Aha-Momente.

Vortrag bei CampusWISSEN am SRH BBW Dresden

Künstliche Intelligenz kann inzwischen Texte schreiben, Bilder erzeugen, Fragen beantworten und in kürzester Zeit große Mengen an Informationen verarbeiten. Aber was passiert eigentlich mit unserem eigenen Denken, wenn KI immer mehr Aufgaben übernimmt? Und was macht unser Gehirn anders?

Genau diesen Fragen widmete sich das vierte CampusWISSEN am SRH Berufsbildungswerk Dresden. Unter dem Titel „Wie wir mit künstlicher Intelligenz schlau bleiben“ nahm Neurowissenschaftler Dr. Henning Beck die rund 100 Gäste mit auf eine unterhaltsame Reise durch die Funktionsweise unseres Gehirns.

Geschäftsleitung der SRH mit Dr. Henning Beck

Denken statt nur zuhören

Wer einen klassischen Vortrag erwartet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Mit kleinen Denkaufgaben wurde das Publikum immer wieder zum Nachdenken gebracht. Dabei wurde deutlich: Unser Gehirn arbeitet anders als künstliche Intelligenz.

KI erkennt Muster, verarbeitet Wahrscheinlichkeiten und nutzt vorhandenes Wissen, um daraus neue Ergebnisse zu erzeugen. Der Mensch kann dagegen bewusst aus Mustern ausbrechen, Dinge miteinander verbinden, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, und auf völlig neue Gedanken kommen. Gerade dieses kreative und manchmal überraschende Denken macht unser Gehirn besonders.

Was bedeutet das für Bildung?

Damit ging es an diesem Abend nicht darum, künstliche Intelligenz als Bedrohung zu betrachten. Vielmehr stand die Frage im Mittelpunkt, wie wir mit ihr umgehen und welche Fähigkeiten dabei besonders wichtig bleiben.

Gerade für Bildung ergeben sich daraus spannende Fragen: Was müssen Menschen künftig noch lernen? Welche Aufgaben kann KI übernehmen? Und wo brauchen wir weiterhin Neugier, Kreativität, kritisches Denken und die Fähigkeit, selbst Entscheidungen zu treffen?

Publikum beim Vortrag im Rahmen der Veranstaltung CampusWISSEN

Austausch, Fragen und neue Impulse

Nach dem Vortrag blieb Dr. Henning Beck zunächst für die Fragen des Publikums. Anschließend wurde bei Häppchen und Getränken weiter diskutiert, sich ausgetauscht und vernetzt.

So endete ein Abend, der nicht nur viele neue Gedanken angestoßen hat, sondern vor allem gezeigt hat: Die Zukunft mit KI muss nicht verunsichern. Sie kann auch neugierig machen.

Und genau das war vielleicht die wichtigste Erkenntnis dieses Abends: Lust auf die Zukunft.