Bis 2030 entsteht an der Hellerhofstraße 21 in Dresden ein neuer Campus für das SRH Berufsbildungswerk Dresden. Das SRH Berufsbildungswerk Sachsen als Träger der Bildungseinrichtung investiert aus Eigenmitteln rund 32 Millionen Euro. Mit dem Bau des Gebäude-Ensembles für die Berufsvorbereitung und Ausbildung junger Menschen mit Beeinträchtigungen gestaltet das SRH Berufsbildungswerk Dresden seinen Campus grundlegend neu. Es entsteht ein Campus, der den Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt gerecht wird und gleichzeitig Raum für Innovation und persönliche Entwicklung schafft.
Grundlage des neuen Campus ist das CORE-Prinzip - Competence Oriented Research and Education. Dieses Lehr- und Lernprinzip stellt die Entwicklung von Kompetenzen in den Mittelpunkt. Eigenverantwortliches Lernen, praxisnahe Projekte und die enge Verbindung von Wissen und Anwendung fördern die Fähigkeiten, die Menschen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft benötigen. „Mit dem neuen Campus schaffen wir die Flexibilität, die es für die Kompetenzentwicklung für den modernen Arbeitsmarkt braucht“, sagt die Geschäftsbereichsleiterin des SRH Berufsbildungswerkes Dresden, Kathleen Brückner. „Mit dem Neubau investieren wir in die Ausbildungsqualität und damit in die berufliche Zukunft junger Menschen“, so der Geschäftsführer des SRH Berufsbildungswerkes Sachsen, Marcus von Oppen.
Moderne Ausbildungsbedingungen
Haus D wird als neues Empfangs- und Ausbildungsgebäude zur Hellerhofstraße hin ausgerichtet und bildet künftig das zentrale Eingangstor zum Campus. Herzstück des Gebäudes ist das flexibel nutzbare Foyer mit Empfang, Campus-Service, offenen Arbeitsbereichen für Teilnehmende und Mitarbeitende sowie Cafeteria.
Das Gebäude bietet außerdem moderne Seminar- und Tagungsräume für interne und externe Veranstaltungen. Für die Ausbildung entstehen zeitgemäße Lernumgebungen insbesondere für die Berufe Kaufleute für Büromanagement, Kaufleute im Einzelhandel sowie Verkäufer:in. Außerdem wird der Kundenservice – als wichtiger Anlaufpunkt für Teilnehmende – künftig im Haus D zu finden sein.
Das bisherige Haus Ca wird seit 12. Juni 2026 abgerissen. Das neue Gebäude wird sich künftig als modernes Werkstattzentrum auf drei Ebenen direkt an das bestehende Haus Cb anschließen. Im Mittelpunkt stehen flexible Raum- und Nutzungskonzepte, die sich an veränderte Anforderungen der Arbeitswelt und unterschiedliche Gruppengrößen anpassen lassen. Die Räume werden themen- und kompetenzorientiert organisiert und unterstützen damit die individuelle Entwicklung der Teilnehmenden. Ergänzt wird das Konzept durch Work-Spaces, die selbstständiges Arbeiten, Zusammenarbeit und Eigenverantwortung fördern.
Künftig werden hier die Berufe Zerspanungsmechaniker:in, Fachpraktiker:in für Zerspanungsmechanik, Fachpraktiker:in für Metalltechnik, Technische Produktdesigner:in, Elektroniker:in für Geräte und Systeme, Industrieelektriker:in für Geräte und Systeme sowie Fachpraktiker:in für Industrieelektrik ausgebildet.
Individuelle Stärken fördern
Im neuen Haus E werden die Voraussetzungen für die Berufsvorbereitung geschaffen. Hier entstehen Lern- und Arbeitsbereiche für die Vorbereitung auf die Ausbildung sowie für Diagnostikverfahren wie Eignungsabklärung und Arbeitserprobung. Neben praxisnahen Arbeitsbereichen entstehen zahlreiche Rückzugs- und Ruheräume, die konzentriertes Arbeiten unterstützen. Ziel ist es, individuelle Stärken und Entwicklungspotenziale frühzeitig zu erkennen und gemeinsam passende berufliche Perspektiven zu entwickeln. Zusätzlich bietet Haus E eine moderne Lernumgebung für die Ausbildung der Berufe Steuerfachangestellte:r, Verwaltungsfachangestellte:r sowie Bauzeichner:in.
Die ersten Arbeiten für den neuen Campus begannen im Februar 2026. Der offizielle Spatenstich fand im Rahmen der Feier zum 35-jährigen Jubiläum des SRH Berufsbildungswerkes Sachsen am 11. Juni 2026 statt, mit dabei waren die Geschäftsbereichsleiterin des SRH Berufsbildungswerkes Dresden, Kathleen Brückner, der Geschäftsführer der SRH Berufsbildungswerk Sachsen GmbH, Marcus von Oppen, der Geschäftsführer der Diakonie Sozialdienst Dresden gGmbH, Sven Marschel, die Staatssekretärin Dagmar Neukirch aus dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Architekt Heiko Gebhard, die Prokuristin der SRH Berufsbildungswerk Sachsen GmbH, Maria Hilbert sowie der der Geschäftsführer der SRH Bildung GmbH, Simon Ruf. (im Bild v.l.)
